Sing out, Heart!

Sing out, Heart!

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Wenn jemand ein Demo aufnimmt mit einem Richtmikro, das die Großeltern in den 70ern dazu nutzten, Blockflötenvorträge an Weihnachten aufzunehmen, und mit einem kaputten Notebook, das das eingebaute Mikro nicht ausschaltet, so dass die Festplatte die ganze Zeit im Hintergrund puckert, dann erwartet dieser Mensch nicht, dass besagtes Demo auf Bayern2 und Bayern3 gespielt wird. Er erwartet auch nicht, dass er mit diesem Demo einen Auftritt im Münchner Funkhaus gewinnt und innerhalb von 2 Jahren 100.000 Leute auf seine Myspace-Seite klicken. Und er 60 Konzerte spielt, weil ihn die Leute ihn fragen, ob er spielen will. Genau das ist Karo aber passiert mit „The Sailor“. Bis Ende 2006 war Karo ein völlig unbeschriebenes Blatt. Mit 26 war sie noch nie öffentlich aufgetreten, hatte noch nie vor ihren Freunden gesungen. Nach dem Kinderchor und einer Schulband hatte sie nie das Selbstvertrauen, irgendjemandem ihre eigenen Lieder zu vorzusingen. Gitarre spielt sie wie ein Neuntklässler am Lagerfeuer. Beats programmiert sie mit Fruity Loops, nicht einmal mit der neusten Version. Und doch ist da so etwas Unbeschreibliches, was ihre Freunde, nachdem sie sie zum ersten Mal gehört hatten, dazu brachte, sie zu einer Open Stage in Würzburg zu schleppen. Da ist diese unglaubliche Stimme, die durch Mark und Bein fährt, und diese Lieder, die von vorne bis hinten stimmen und wahr sind, so gut ein Mensch seine eigene Wahrheit zeigen kann. Über Myspace kam dann auch ihr erstes Konzert in Frankreich zustande, bei dem jemand ihr Demo kaufte und es an ein Label in Luxemburg weiterreichte, das sofort begeistert war. Karo unterschrieb und nahm ihr erstes Album „Sing out, Heart!“ selbst bei sich zuhause auf. Aber das Label, selbst in der Gründungsphase, konnte sie nicht richtig unterstützen, weshalb sie zu Normoton wechselte, wo man sie mit offenen Armen empfing und nun das Album noch einmal mit professionellerer Unterstützung veröffentlicht. Stilistisch ist das Album schwer einzuordnen. Am besten nähert man sich über die Musik, die Karo selbst gerne hört – Jeff Buckley, Feist, Cat Power (die einmal „Dead Leaves and the Dirty Ground“ von den White Stripes mit ihren Füssen auf Karos Schultern sang), Broken Social Scene, Low, Ella Fitzgerald, Nina Simone, Carpenters, Portishead, Songs: Ohia, um nur die Wchtigsten zu nennen. So fehlen den meisten auch die Worte, wenn sie Karos Musik beschreiben wollen. Das hat man alles schon mal irgendwie gehört, aber es war noch nie so da.