Seit dem frühen 20. Jahrhundert ist das Akkordeon fester Bestandteil der Pariser Musikkultur. Es wurde durch den aus auvergnischer Folklore entstandenen musette zum Volksinstrument. Mit ihm wurde in den Hinterzimmern der Pariser Bars und Cafes zum Tanz aufgespielt - mit Walzern, Tangos, Polkas und Muzurkas. Daraus entwickelten sich die legendären bals musette, die sich bei den Parisern großer Beliebtheit erfreuten. Der in den 1930ern Jahren aufkommende Jazz und die nach 1945 einfließenden lateinamerikanischen Elemente erweiterten die stilistische Vielfältigkeit der orchestres musette um Swing, Fox, Bolero, Samba und Cha Cha Cha.