„Un lay de consolation“ (Ein Lied des Trostes) bezeichnet zugleich das Titelstück wie auch das Programm der Gesamtkonzeption dieser Aufnahme. Der Lay ist eine bemerkenswerte Kompositionsform des Mittelalters, die besonders Guillaume de Machaut zur Blüte und Perfektion brachte. Sie ist strengsten Formprinzipien von enormer zeitlicher Ausdehnung unterworfen und von solcher Faszination, dass diese beim Hören nicht direkt erfahrbar sind. Vielmehr versinkt der Hörer in der Stimmung des Liedes, wird gleichsam von einer „Scheherazade“ gefangen genommen. – Diese Prinzipien finden sich auch im inneren Zusammenhang der hier versammelten Stücke: Alle haben historisches Material zum Ausgangspunkt, sei es inhaltlicher oder formaler Natur oder beziehe es sich auf die archaische Funktion der Flöte als eines der ältesten Instrumente der Menschheit. Selbst unter Einbeziehung neuester Technologien wird so eine Rückbesinnung auf eine der Urfunktionen von Musik als Spenderin von Trost und Freude hörbar. Alle Kompositionen wurden für die Blockflötistin Ulrike Volkhardt geschrieben.