Eigentlich handelt es sich ja bei diesem deutschen Debutalbum von Rüdiger Mund eher um ein persönliches Mixed Tape, dass man für jemanden zusammenstellt, dem man Freude bereiten möchte oder ihm\u002Fihr im Schutze der Musik (direkt oder zwischen den Zeilen), endlich zu sagen, was auf der Seele brennt. Das vorliegende Album war für Rüdiger Mund nicht abzusehen. Seit Jahren hatte er sich eher mit amerikanischen Songwritertraditionen beschäftigt und sich damit immer weiter vom deutschen Songschreiben entfernt, denn hier lagen die wirklichen Anfänge seiner Arbeit. Nach und nach „mogelten“ sich durch die entsprechenden Inspirationen, aber immer mal wieder deutsche Versuche in seine Arbeit und auf einmal waren diese auch in seinen Konzerten erfolgreich. Die Resonanz war verblüffend. Generationenübergreifend hatten viele Hörer ihre eigenen Erfahrungen und Bilder zu den Liedern und konnten damit auch so manches Mal ein Schmunzeln nicht unterdrücken – ob es nun das Chaos mit „Anna“, die Geschichte des ungewissen Ausgangs eines abends „Halt doch mal die Luft an“ oder ein gutes Gefühl mit „Wunderbar“ u. a. war. Jetzt liegen hiermit also diese und neun weitere Lieder vor. Im Leben kommt immer mal der Punkt an dem man sich festgefahren fühlt. Wo geht die Reise hin? Mit der Art und Weise der Aufnahmen, ist dieses Album ein neuer Weg und ein Wendepunkt in der Arbeit von Rüdiger Mund. Einige der beteiligten Musiker, lernte er erst kurz vor den Aufnahmen kennen und mit dem Großteil der anderen, hatte er zuvor nie oder nur sporadisch zusammengearbeitet. Es sind großartige Musiker, die dieses Album zu dem gemacht haben, was es nun ist. Alles stand unter einem guten Stern bzw. Sonne, denn egal zu welcher Jahreszeit – es schien immer die Sonne durch das Studiofenster. Es fügte sich mit dieser Energie, wie gewünscht. Musikalisch bewegen sich die Lieder zwischen den verschiedensten Stilistiken, ohne dabei aber den roten Faden des Albums zu verlieren.