We Only Have Music

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01SNEAKERSMAKEMEDEPRESSIVEiseiEleco-SompemiBeaks,eiemDumBass-LaufudeiemahezuuekelicheKauock–Sample.DockiseieeiePogammie......

01 SNEAKERS MAKE ME DEPRESSIVE ist ein Electro-Stomper mit Breaks, einem DrumnBass-Lauf und einem nahezu unerkenntlichen Krautrock –Sample. Dockt in seiner reinen Programmiertheit sound-ästhetisch ans letzte Album an. DE:BUG 12\u002F2004Dis*ka - Sneakers Make Me Depressive (Echokammer)Wer es wie ich nicht hätte ahnen können, Dis*ka beginnen auf ihrer neuen EP mit einem Track Konsumverachtung, das fast nach Elektro2Step beginnt, dann aber über die rotzigen Basslines doch noch zu einem Heavymetalelektroclash wird, der die anderen Neo-Punker ganz schön herausfordert. Electronicat reduziert seinen Remix von Reduced To My Dick auf den typischen Suicideblues, den er immer lässiger praktiziert, und der immer weniger von dem ursprünglichen Downsyndrom hat, sondern einfach nur noch lässig swingt. Äh, falsch, das sind Dis*ka die ihn Electronicat hier remixen. Queen of Japan remixen sie mit einer Attitude, die einen daran erinnert, dass Dis*ka vielleicht doch noch in die Charts wollen mit einem echten Dancefloor Hit à la Minoguesisters. Zum Abschluss dann noch ein klassischer Neo-Punk Protestsong. Für alle die sich schnell einen Überblick über die vielen Grenzwerte zwischen Neuer neuer Deutscher Welle und Clashsounds haben wollen.https:\u002F\u002Fwww.echokammer.debleed •••• 02 REDUCED TO MY DICK: im Grunde ein Remix für Electronicats “Mause” Track, der sich aber mit eigenen Vocals verselbständigt hat (zum ersten Mal: deutsche Textzeilen). Von dem angenehm-stumpfen Shuffle von Fred Bigot blieb nur der modulierte, verzerrte Basston. Dis*ka setzten dann noch die Oktaver-Swamp-Gitarre obenauf. (Electro-) Billy, here they come...03 ELECTRONIC PARTNERS stampft im trockenen Rhythmus seiner Punk-Toms weiter. Zwei Menschen an verschiedenen Orten der Nacht, die über die Musik verbunden sind. Mit anderen Worten: 04 WE ONLY GOT MUSIC. Der Titelsong ist eine einzige kurze, kompromisslose Verdichtung, die keine Fragen beantwortet. So ein Titel kann natürlich keinen Text haben, keinen Harmoniewexel, höxtens Gäste im Geiste: Bea, Naomi und Nike von Hellfire.05 MIXTAPE FOR MY ROBOT. Das moderne Haushalz-Robotermärchen ist die Fortführung von Musik als Songthema. Charakteristischer Twang-Acetone-Drumcomputer-Sound, ein treibender RnR-Bass treffen auf den typischen Slide-Guitar-Blues. 06 GLAMOUR IS A COLD DRUG. Dancehall-Livebass und RnR-Gitarre. Der Traum von Albert (auch bei Lions Den Dubshower 63) wird wahr: Raggabilly. Textlich eine Reminszenz ans kanadische Adbusters-Magazin.07 BIG BLACK RAINBOW OVER MY LIFE. Was Menschen im Nachtleben alles so zu einem sagen (der Titel stammt aus den letzten Tagen des Ultraschall-Clubs). Musikalisch gesehen dagegen Neuland für Dis*ka: Bongo, Geige, Akustikgitarre. Lebt vom warmen, analogen Sound. Keine digitale Härte, kein Harmoniewexel. 08 BABYLONDON. Im 14\u002F8 bzw 7\u002F4 Takt (im Refrain sogar 11\u002F8). Die Bassdrum hält sich stoisch an den 4\u002F4 . Der Beat wird hauptsächlich von Percussion-Instrumenten bestimmt. Wird völlig untypisch ergänzt durch Distortion-Bass und Sequenzer-Synthies. Some Chords Are Bigger Than Others.09 I JUST DONT KNOW HOW TO WATCH THAT TV. Fernsehentsagung, die sich zu Flimmern und Rauschen verdichtet. Musikalisch unternimmt der Track eine echte Arrangement-Kehre: startet als Lounge-Teil, wandelt sich in einen Parforce-Ritt von improvisierter Dubsession – aber ohne Brüche, ohne Bridge, ohne Harmoniewexel. Wir bleiben einfach drauf.10 MEDIA CÖNTROL. Das letzte Kapitel soll aufräumen und auflösen. Für uns ist der Spoken-Word-Track so was wie die beruhigende Windstille nach dem Gewittersturm. Hear My Sensations: Überraschend versöhnliche musikalische Wendung: kein Keyboard, keine Programmierung, nur akustische Instrumente – Tremolo-Gitarre und Glockenspiel - fast ein 70er Jahre Sound. Abschluß des zweiten inhaltlichen Strangs: Medien. Der Text ist angelehnt an „Entsichert – Krieg als Massenkultur im 21. Jahrhundert “ – dem Buch von Tom Holert & Mark Terkessidis.