A Heart Of A Pro, das zweite Album der Band Garda aus Dresden, wäre als Tier wohl ein Gorilla. Erhaben, traurig, gejagt. Klug, sensibel, brutal. In jedem Fall ein Wesen, mit dem man es sich nicht leicht macht. Und das man wieder und wieder anstarren möchte. Das neue Material erhebt sich aus seinem ursprünglichen Folk-Zusammenhang, verdichtet sich zu komplexen Gebilden. Aus einem fragil gezupften Folksong entfaltet sich unverhofft ein elektronisch anmutender Schlagzeug-Groove, in welchem sich sanft schwebend Gitarre und Cello duellieren. Balladen zerbrechen am Ende an einer Wand aus Krawall. Melodien der E-Gitarre winden sich wie mäandernde Flüsse und die häufig eingesetzten Lapsteel-Gitarren evozieren eher selten eine Alt.Country-Romantik, sondern flechten stattdessen flirrende, abstrakte Netze. Die Wucht und Dynamik von Gardas Live-Auftritten wurden durch die Aufnahme in den Hotel Albert Studios der Dresdner Band Polarkreis 18 und das Mastering von Doug van Sloun (Omaha\u002FNebraska, u.a. Bright Eyes, Cursive) eingefangen. „A Heart Of A Pro“ ist ein selbstbewusstes künstlerisches Statement geworden, ein majestätisches, dicht gewobenes Album über das Ringen, Hadern und Sehnen im dunklen Herzen einer zerbrechenden Beziehung.