Vier Jungs, so poetisch wie Rinnsteine nach einem Großstadtplatzregen. Den begossenen Pudel machen, oder lieber die Frische einatmen - das entscheidet jeder selbst.Doppeleffekt! entscheiden sich für den Moment und den Soundtrack dazu. Stundenlange und vermeintlich einsame Autofahrt, heimliches iPod-Hören in der Uni oder Kopfparty beim Raufaser-gucken in der Zweizimmerwohnung irgendwo zwischen Dortmund-Nette-Oestrich und Hamburger Hafenkanal. Das Ergebnis kann sich sehen - oder noch besser - hören lassen: In Eigenregie schrieben, produzierten und veröffentlichten die vier Dortmunder vier Tonträger und das in vier Jahren. Nimm was du brauchst. Gib was du kannst. Diese Phrase ersetzt nicht nur die Preisliste am Merchandisestand der Band, sondern gilt auch für die aktuelle EP Zwischen den Häuserfronten. Ruhrpottromatik? Fjeden. Klischees? Für die notorischen Drauf-an-Leger. Sich drum kümmern? Wieso? Doppeleffekt! haben ihren Platz zwischen den Stühlen warm gehalten und fordern auf dich zum Zuhören zu setzen. Oder doch aufzustehen, weil es dich dort nicht hält und du lieber am Wellenbrecher stehst. Mitsingen ist im Übrigen nie out gewesen. Für das Jahr 2013 sind nicht nur Konzerte in der ganzen Bundesrepublik geplant, auch das Songwriting wird weiterhin fleißig vorangetrieben. Denn so ortsgebunden die vier Jungs aus dem Ruhrpott auch manchmal scheinen, auf der Stelle stehen kommt nicht in Frage.