Bereits Anfang März 2007 in ihrer (ehemaligen) Heimat Norwegen erschienen, stieg Too Much Yang, das siebte Album von Bigbang, von null auf eins in die dortigen Albumcharts. Einen Tag nach seiner Veröffentlichung holte das Album Gold. Das ist selbst in Norwegen nicht alltäglich. Für Bigbang, die sich mittlerweile in Los Angeles rumtreiben und im vergangenen Jahr im Vorprogramm der Raconteurs durch England tourten, ist das freilich nur die logische Fortentwicklung ihrer einmaligen Erfolgsgeschichte. War der Vorgänger Poetic Terrorism noch eher dem jubilierenden Westcoast-Sound der Siebziger entlehnt, so kündet Too Much Yang gleichzeitig von Rückbesinnung und Neubeginn. Das Beste aus beiden Welten: Der Rock, die auf den Punkt erhitzte Attacke, hat wieder Einzug gehalten. Und wird ergänzt, umschmeichelt und konterkariert durch hymnische Harmonien und majestätische Melodien. ROCK in Großbuchstaben, Musik, die jung klingt und doch seltsam vertraut ist, oder, wie die englische Sun schrieb: Crosby, Stills, Nash & Young mit Eiern.