Headcrash? Hatten sich die deutschen Crossover-Pioniere nicht auf dem Höhepunkt ihres Schaffens 1998 wegen persönlicher Differenzen für immer getrennt? Nein, auch in den Jahren 2002-2005 gab es noch einige Konzerte der Westpfälzer aus Kaiserslautern und Pirmasens in der Besetzung Herwig Meyszner und Shane Cooper von der Stammformation, ergänzt von den britischen Brüdern Justin (Gitarrist bei Senser) und Paul Stone. Hier nun die Werkschau dieser Zeit, das lost album sozusagen. 10 neue Stücke, eine Version ihres Hits Freedom Song und drei live Bonustracks. Auch diesmal wird von HipHop und Techno über Elektro und Alternative bis Hardcore und Metal ein gigantisches Spektrum geboten und zu einer beeindruckend homogenen Masse verrührt. Die Produktion ist weniger elektronisch als in den frühen Jahren. Herwig Meyszner packt die ultimative Rock-Gitarre aus, donnernder Sound und geile Riffs, grandios kombiniert mit fetten Beats und groovendem Bass der Stone-Brüder, dazu Shane Coopers einzigartige Schreistimme. Die Texte, teils gesellschaftskritisch, teils persönlich gehalten, sind unbedingt lesenswert.