WIR SIND DEINE JUGEND Eine durchzechte Partynacht in über einem Dutzend Tracks, ein reales Leben im Schnelldurchlauf und eine Frau im Mittelpunkt. Das ist DEINE JUGEND. „Ist morgen vielleicht anders \u002F Ich leg mich da nicht mehr so fest“ ist ihr Credo, die SONNENBRILLE IM CLUB das unverzichtbare Accessoire. „Du glotzt mich an, ich schau zurück, aber ist schon okay“: Arrogant, attraktiv und abgeklärt kokettiert Frontfrau und Fashionbloggerin Laura Carbone auf dem ersten Studioalbum des Mannheimer Sound-Kollektivs mit dem Lifestyle der „German New Wasted Generation“. Man ist jung, frei, laut und will vor allem eins: Was bewegen, sich bewegen und zwar sofort. „Papa mach mal Platz da, Mama geht jetzt steil“ ist das neue „Schmeißt die Möbel aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum Dancen“ und macht gleich nach den ersten Albumminuten klar, worauf es hier ankommt: Clubfeeling, gepaart mit einer geballten Portion Frauenpower. T. Bonassis schafft mit seinen Beats scheinbar spielend den Spagat zwischen Szene-Elektro und Mainstream-Pop, garniert das Ganze mit einer rotzigen Prise Punk und Rap – und fertig ist der einzigartige Sound-Stempel der Band, der sich in die Ohren drückt und dort auch nicht mehr so leicht wegzubekommen ist. Die Beine bewegen sich automatisch, während das Herz im Takt wummert und auf dem Dancefloor langsam Phase Zwei eingeläutet wird: „Los, komm doch mit, ich garantier dir 'ne Nacht im Blitzlichtgewitter“, kommt Laura charmant zur Sache. Wofür sich auch groß verstellen? Frau trifft Mann im Club, sie landen bei ihm\u002Fihr – das Spiel ist uralt, die Regeln setzen DEINE JUGEND in DEINE MASKE neu: „Komm wir nehmen das was, uns gefällt, morgen schon wird alles anders sein.“ Alles unter Kontrolle, keine Verpflichtungen und bloß nichts verpassen, weil allein den Moment festhalten schon schwer genug ist. Der schmeichelnde Beat kann den schalen Beigeschmack („Wir kämpfen gegeneinander in einer kalten Schlacht“) aber nicht ganz vertreiben, und einen Song später befindet man sich bereits wieder HOME ALONE, wo die Gedanken im Einklang mit den Elektrosounds durch den Kopf knallen. „Ich verstecke mich hinter Fassaden aus schwarzem Licht und du, du findest mich nicht“: Ungewollt auf einmal doch mehr zu fühlen und dabei genau zu wissen, dass es aussichtslos ist, untermalt Komponist T. Bonassis laut und wütend, weil es passt, weil es dazugehört. „Deine Moleküle spielen verrückt, denn sie wollen nicht bei meinen sein“: Es wäre nur EIN KLEINER SCHRITT, der einen natürlich trotzdem nicht daran hindern kann, tief zu fallen. ALLES ZERBRICHT und es ist ausgerechnet der emotionale Tiefpunkt der Geschichte, den DEINE JUGEND in ein catchy Popgewand kleiden, weil es irgendwie weiter gehen muss und klar, die beste Ablenkung schließlich immer noch tanzend stattfinden kann. Also heißt es wieder Hirn aus, Beinmuskeln an: Ob zweisprachiger Sprechgesang oder knallharte Drums, mit CINNAMON, SCHALT MICH EIN, DU BEKOMMST DEN HALS NICHT VOLL und dem Pendant zur ersten Single-Auskloppung namens PAPA GEHT JETZT STEIL kreiert das Kollektiv die Club-Hits von morgen. Der breite Bass, der langsam in jede Pore kriecht, wäre eigentlich die perfekte Basis, um sich noch ein bisschen treiben zu lassen – aber wie geht sie denn jetzt aus, diese Nacht, diese Episode, dieser Schnelldurchlauf? Rewind hat die „German New Wasted Generation“ nicht im Angebot und so lauten die letzten Worte auf dem Album: „Denn nur du bleibst erhalten in verschiedensten Gestalten.“ Und das ist eigentlich kein Ende, nein. Aber DEINE JUGEND hat ja auch gerade erst begonnen ... WWW.DEINEJUGEND.DE